Welches Notebook-Display ist das richtige für dich?

Beim Kauf eines neuen Notebooks ist das Display eines der wichtigsten Komponenten, die auf dem Prüfstand stehen.
Normaleranwender, die ihr Gerät nie voll auslasten werden, bemerken zumeisten auch nicht den Unterschied zwischen einer Core-i5 und einer Core-i7 CPU. Ob das Display eine hochwertige Bildwiedergabe ermöglicht oder einfach nur schreckliche Bilder liefert, dass fällt sofort ins Auge.

Daher solltest du den besten Bildschirm wählen, den du bekommen kann. Zwar kannst du immer noch zwischen verschiedenen Herstellern wählen oder die richtige Konfiguration berücksichtigen, aber auf das Display wirst du letztlich die ganze Zeit schauen.

Hierfür findest du einige nützliche Tipps, um dir den Kauf des idealen Laptops samt sehr gutem Display zu ermöglichen und um Fehler beim Notebookkauf zu vermeiden.

Diese fünf Punkte sind bei der Auswahl zu berücksichtigen:

Auflösung des Displays

Jedes Displaypanel besteht aus einer Vielzahl von Pixeln und je mehr Pixel du hast, desto mehr Details können auf dem Bildschirm wiedergegeben werden.
Günstige Notebookmodell, zumeist unter 500 Euro, sind mit einer Auflösung im HD bis HD+ Bereich ausgestattet. Das heiß, hier wird eine Auflösung von 1366 x 768 oder 1600 x 900 bereitgestellt. Eine besser Auflösung in Full-HD bei 1080p gibt es in dieser Preisklasse natürlich auch.
Ansonsten ist Full-HD heutzutage der Standard.

Du bekommst mehr Linien Text auf einer Webseite, für E-Mails oder beim Erstellen eines Dokumentes. Zwei Fenster nebeneinander stellen ist hier auch einfacher, als bei einer geringeren Auflösung. Bilder und Videos sehen auch detailierter und einfach schärfer aus.

Willst du es aufs nächsten Level schaffen, dann kannst du dich für eine Auflösung höher als Full-HD umschauen.
Einige Laptops sind in QHD (2560 x 1440), QHD+ (3200 x 1800) oder UHD/4K (3840 x 2160).
Höhere Auflösungen bringen ein schärferes Bild, gleichzeitig beanspruchen sie eine höhere Rechenpower deines Notebooks und auch die Akkulaufzeit hat darunter zu leiden.

Eine ausreichende Leistung sollte bei einem QHD bzw. einer 4K-Auflösung gegeben sein. Je mehr Pixel, desto mehr muss die Grafikkarte arbeiten. Diese gilt gerade bei anspruchsvollen Spielen. Hier muss man sich zwischen visuellen Effekten und der Spieldarstellung entscheiden. Man braucht bei einer 4K-Darstellung mehr Leistung, da man ansonsten eine geringere Bildwiederholungsrate bekommt. Schnelle Bildabläufe laufen dann einfach nicht mehr flüssig.
Wer sich mehr darüber informieren möchte, kann bei der Kaufberatung für Gaming-Monitore vorbeischauen.

Kurzübersicht mit den Auflösungsbezeichnungen

Auflösung Bezeichnung
1366 x 768 HD
1600 x 900 HD+
1920 x 1080 Full-HD (1080p)
2304 x 1440 Retina (nur Apple)
2560 x 1440 QHD/WQHD (2K)
2560 x 1600 Retina (nur Apple)
2880 x 1800 Retina (nur Apple)
3000 x 2000 PixelSense (nur Microsoft)
3200 x 1800 QHD+ (3K)
3840 x 2160 Ultra-HD (4K)

 

Abgesehen von dem Fall, dass du wirklich nur nach dem Preis gehen willst und einen billigen Laptop erwerben möchtest, solltest du ein Display mit Full-HD Qualität auswählen.

Touchscreen oder nicht?

Falls du dich für einen 2-in-1 Laptop entscheidest, wirst du ein Touchdisplay bekommen, da es hier keine anderen Optionen gibt.
Bei einem Standardlaptop ohne Convertiblefunktion sieht die Sache anders aus. Hier musst du die Vorteile und Nachteile eines Touchdisplays bei Notebooks abwägen.

Auch wenn es praktisch ist und auch interessant aussieht, sein Notebook über ein Touchpanel mit den Fingern zu bedienen, ein Touchdisplay hat drei wesentliche Nachteile:

  • Energieverbrauch: Die meisten Touchdisplays verbrauchen viel Strom, was zu geringeren Akkulaufzeiten eines Notebooks führt.
  • Preis: Laptops mit den kleinen Konfigurationen sind im Vergleich zu Non-Touch-Modellen ca. 100-150 Euro teurer.
  • Verspiegelt: Nahezu alle Touchbildschirme haben eine verspiegelte Oberfläche, was bei ungünstigen Lichtverhältnissen zu Reflexionen führt und den Betrachtungswinkel negativ beeinträchtigt.

Solltest du also nicht auf ein Touchdisplay angewiesen sein, ist es eher ratsam, sich dagegen zu entscheiden.

Du suchst leistungsstarke Laptops mit Touchfunktion? Dann schau dir die Gaming-Notebooks mit Touchdisplay an.

Helligkeit

Währed eine höhe Auflösung und eine gute Farbqualität wichtiger sind, trägt die Helligkeit eines Display einiges dazu bei, wie die dargestellten Inhalte wahrgenommen werden. Hellere Panels ermöglichen normalerweise eine bessere Farbintensität und tragen zu einem weiteren Betrachtungswinkel bei.
Wenn du planst mit deinem Notebook nach draußen zu gehen oder nahe eines Fensters zu arbeiten, brauchst du ein helles Display, damit du bei starken Sonnenlicht auch etwas siehtst.

Laptophersteller geht ihre Helligkeitswerte nicht so oft in den Produktdetails an. Besondere Geräte haben sehr gute Helligkeitswerte und damit wird dann auch entsprechend geworben.
Schau dir alle technischen Daten an und informiere dich in Testberichten über die Details zum jeweiligen Display. Angegeben werden diese Werte cd/m2 bzw. in nits. Ein gutes Display hat eine Helligkeit von 250 nits oder höher. Auch gibt es Modell über 300 nits bzw. 350 nits, aber bereits 250 sind über dem Durchschnitt.
Gleichzeitig geht man von einem Höchstwert von 400 nits aus, mehr braucht man in der Regel nicht. Zu hohe Helligkeitseinstellungen ermüden die Augen und können teilweise zu Beschwerden wie Kopfschmerzen führen.

Farbqualität

Je mehr Farben dein Panel ausgeben kann, desto lebendiger wird die Darstellung sein. Für Laptops wird die Farbwiedergabe im sRGB-Farbraum gemessen. Die besten kommen auf über 95 %, einige liegen sogar bei 100%. Einige Hersteller gehen die speziellen Angaben auch in NTSC oder Adobe RGB an. Ein Wert von 72 Prozent NTSC entspricht in etwas einem sRGB-Farbraum von 100%.

Solltest du beim Kauf eines Notebooks keine Details zu den Farbdarstellungen finden, schau dich zumindest um, ob es ein IPS-Panel oder ein OLED-Panel hat.
Hochwertigere Laptops nutzen ein IPS-Panel (In-Plane-Switching), welche einen weiten Betrachtungswinkel und eine gute Farbtreue bieten.
Dem gegenüber steht das TN-Panel. Günstigere Notebooks im Bereich unter 500 Euro sind häufig mit einem TN-Panel ausgestattet, da dieses niedrigere Herstellungskosten hat.
Da ein IPS-Panel positive Eigenschaften hat, werden es die Hersteller auch in den technischen Details angeben. Wenn nicht, dann ist es wohl eher ein TN-Display.

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Die farbenfrohsten Displaytypen, die du derzeit kriegen kannst, nutzen die OLED (Organic Light Emitting Diode) Technologie.
Während traditionelle Bildschirme eine Hintergrundbeleuchtung haben, die alle Pixeln beleuchtet, leuchtet bei OLED jeden einzelne Pixel von sich aus. So werden Farben noch realitätsnahe und kräftiger wiedergegeben, Schwarz ist komplett schwarz ohne Einschränungen in der Wiedergabe.
Es gibt gibt aktuell nur wenige Modelle, die diese Technologie an Bord haben.

Gaming: schnelle Bildwiederholungsraten und G-Sync

Wenn du einen Gaming-Laptop kaufen möchtest, dann gilt es auf zwei Faktoren zu achten: die Bildwiederholungsrate und die Reaktionszeit.
Gemessen in Hertz, gibt die Bildwiederholungsrate an, wie oft pro Sekunde sich das Display aktualiseren kann. Der Standardwert liegt hier bei 60 Hz, was für den normalen Nutzer auch völlig ausreichend ist.
Leichtsstärkere Gaming-Notebooks kommen auf bis zu 120 Hz, was besser für das Spielerlebnis ist.

Wiederholungsraten von 144 Hz oder 240 Hz sind selten bei Gaminglaptops vertreten, etwa dem Razer Blade 15 mit 144 Hz. Alternativ greift man auf einen Gamingmonitor mit entsprechender Technik zurück, wenn man diese Geschwindigkeit braucht.
Eine schnelle Wiederholungsrate ist aber auch nur mit viel Leistung möglich. Je schneller das Bild sein soll, desto mehr Power muss die Grafikkarte haben.

Bei der Reaktionszeit wird die Zeit angegeben, die ein Pixel braucht, um die Farbe zu wechseln. Für einen Laptopsliegen gute Reaktionszeiten bei 5 ms oder darunter.
Bei langsamen Wiederholungsraten und einer hohen Reaktionszeit wird man bei schnellen Spielabläufen kein flüssiges Bild bekommen. Dies hat Ghosting- und Tearing-Effekte als Konsequenz.

Einige Notebooks unterstützen NVIDIAs G-Sync Technologie, die Ghostingeffekt und Verzögerungen minimiert. Dies geschieht hier über eine Synchronisation des Panels mit der Grafikkarte.
Der Bildschirm weiß, dass das Spiel bei 60 fps läuft und passt sich entsprechend an. Für AMD Grafikkarten gibt es das Äquivalent mit FreeSync.