Kaufberatung Gaming-Monitor – Auf was du achten solltest

Stell dich vor, du könntest den idealen Gaming-Monitor für dich finden. Angepasst an alle deine Bedürfnisse und mit allen Eigenschaften, die du für moderne Spiele brauchst.

Auf der Suche für einen neuen Gaming-Monitor findest du ein Vielzahl an Unterschiedlichen Bauweise, verschiedene Größe und letztlich unterscheiden sich die Modell auch bei ihrer Preislage.
Normalerweise ist die Wahl des besten Monitors subjektiv, da verschiedene Kriterien berücksichtigt und abgewogen werden, die für dich den höchsten Mehrwert bringen.
Was sind die Kriterien, auf die du beim Kauf eines Gaming-Monitors beachten solltest?

Darauf gehen wir in dieser Kaufberatung ein und zeigen dir zusätzliche Infos.

 

Ratgeber zum Gaming-Monitor Kauf

Auflösung

Ganz zu Anfang schauen wir uns die Auflösung an, den wichtigsten Faktor bei eurer Auswahl.

Gaming-Monitore haben heutzutage folgende Bildauflösungen:

  • 1080p ( Full HD)
  • 1440p (QHD/2K)
  • 2160p (UHD/4K)

Eine höhere Auflösung bedeutet ganz einfach, das mehr Pixeln angezeigt werden. Dies führt normalerweise zu mehr Details in den visuellen Effekten und einer besseren Bildqualität.

Die größte Schwierigkeit bei Auflösungen über Full-HD von QHD und Ultra-HD liegt für Spiele in einer einer limitierten Hardwareleistung. QHD wird langsam zum neuen Standard, mit einer stabilen Bildwiederholungsrate von 30 FPS bei Spielen der Mittelklasse.

Ultra-HD bzw. 4K ist eine ganz andere Geschichte, da nur die leistungsfähigsten Grafikkarten auf über 30 FPS gehen können, mit Glück geht es auf 60 FPS.

Somit ist klar, das man sich vor der Entscheidung über die richtige Auflösung bewusst sein muss, dass es abhängig von der GPU-Leistung ist. Gleichzeitig solltest du überlegen, was dir wichtiger ist – Performance mit schnellen Bildwiederholungsraten oder eine hohe visuelle Qualität.
Um sicherzugehen, holst du dir einen Gaming-Monitor mit einer höheren Auflösung (entweder QHD oder 4K), damit bist du besser für die Zukunft aufgestellt.
Die Leistung von Grafikkarten steigert sich immer weiter und die Performance bei hohen Bildauflösungen wird somit immer besser.

Bildwiederholungsrate

Die Wiederholungsrate eines Monitors wird in Hertz (Hz) gemessen und gibt an, wie oft ein Monitor sein Display pro Sekunde aktualisieren kann.

Moderne Gamingmonitore haben folgende Wiederholungsraten:

  • 60 Hz
  • 144 Hz
  • 240 Hz

Eine höhere Bildwiederholungsrate macht am Ende natürlich auch nur dann Sinn, wenn die Grafikkarte deines PCs oder Gaming-Notebooks diese Leistung auch erbringen kann.

Gaming-Monitore mit 144 Hz oder 240 Hz brauchen eine starke Grafikkarte, gerade bei hohen Auflösungen, wie bereits im ersten Punkt besprochen.

Sync-Technologie

Was ebenfalls betrachtet werden muss, ist ob du entweder FreeSync oder G-SYNC, um Tearingeffekte zu vermeiden und eine flüssige Spielweise zu garantieren. Neue Modell unterstützen beide Technologien, um von beiden Seiten berücksichtigt zu werden.

AMD FreeSync setzt normalerweise keine weiteren Kosten auf den Preis eines Monitors und es ist nur kompatibel mit AMD Grafikkarten. Dem steht NVIDIA G-SYNC gegenüber, mit welchem Monitormodell im Schnitt 100 Euro teurer sind. Diese Technologie ist nur mit NVIDIA Grafikkarte kompatibel.

Beide Technologie zur Synchronisation gehen geben Tearingeeffekte an, ohne erhebliche Performancekapazitäten zu verbrauchen.

Panel-Technologie

Heutzutage verlassen wir uns auf folgende Haupttechnologie für Displays:

  • TN (Twisted Nematic)
  • IPS ( In-Plane-Switching)
  • VAas

Der Fokus liegt bei modernen Geräten vermehrt auf den beiden ersten Technologien.

Ein IPS-Panel ist ideal für eine hohe Farbtreue für eine hohe Bildqualität, die diesen Paneltyp zum idealen Allrounder macht. Nicht nur zur Bild- und Videobearbeitung ist dieses mModell bestens geeignet. Auch für Office-Monitore und den privaten Gebrauch ist IPS zumeist die erste Wahl.

Die Vorteile eines TN-Panels liegen in der Geschwindigkeit bzw. in der Reaktionszeit. Anspruchsvolle Gamer sind hier auf der richtigen Seite, wenn es um Shooter und schnelle Bildwechsel geht.

Unterschiede zwischen TN, VA und IPS liegen letztlich in der Reaktionszeit, der Farbtreue und dem Betrachtungswinkel.

Reaktionszeiten

Die Reaktionszeit eines Monitors gibt an, wie schnell ein Pixeln von schwarz auf weiß wechseln kann oder zwischen unterschiedlichen Graustufen schalten kann.

Für Spiele bedeutet es, dass je geringer die Reaktionszeit ist, desto flüssiger lassen sich Kamerabewegungen darstellen. Hohe Reaktionszeiten auf der anderen hand führen zu Motion-Blur, da die Pixeln nicht genug Zeit haben, die Farbe den Spielinhalten anzupassen.
Andere Schwierigkeiten können durch Ghostung-Effekte auftreten, die heutzutage aber eher nur noch ein Problem bei Fernsehern sind.
Hierzu findest du den Vergleich zwischen Fernseher und Gaming-Monitor in einem weiteren Artikel.

Wie bereits erwähnt, sind TN-Panels zumeist fähig, Reaktionszeiten von 1 Millisekunde zu gewährleisten, während ein IPS-Panel langsamer ist und zwischen 4-5 ms pendelt. Welches du letztlich auswählend solltest, steht zwischen deinen Präferenzen. Eine schnelle Reaktionszeit für rasante Actionsequenzen oder hochwertige visuelle Effekte. Wenn nun Zweifel auftauchen, musst du dich fragen, ob du einen Monitor nur für schnelle Spiele haben möchtest, oder ob du vielmehr ein Casual-Gamer bist. Wenn du den Monitor auch zum Arbeiten, Surfen und Filme anschauen nutzen möchtest, dann kann ich dir ohne Zweifel ein IPS-Panel empfehlen. Mit 4-5 Millisekuden bekommst du auch für Actiongames immer noch eine solide Leistung, nur gibt es nicht das Maximum, was eigentlich möglich ist.
Im direkten Vergleich fällt der Unterschied zwischen den schnelleren und langsameren Reaktionszeiten zuerst nicht auf.

 

Bildschirmgröße

Bei der Bildschirmgröße muss man sich keine besonders großen Gedanken machen. Da der Bildschirm nach an uns auf dem Schreibtisch steht

Heutzutage liegen die Displaygrößen zwischen 21- 27 Zoll für Gamer. Natürlich werden auch größere Modell von 32 Zoll und mehr angeboten, die richtige Bildschirmgröße für Gaming-Monitore pendelt sich zwischen 24 Zoll und 27 Zoll ein. Wer nicht die Hardwareleistung für eine 4K-Auflösung hat, sollte dann eher zu einem 24 Zoll Gaming-Monitor greifen, da hier die Full-HD Auflösung bezüglich der Pixeldichte noch ausreicht.

 

Anschlüsse

Moderne Gaming-Monitore haben folgende Schnittstellen:

  1. DisplayPort 1.4 –  Die beste Wahl, wenn es um die Übertragung Video- sowie Audiosignalen zum PC geht.
  2. HDMI 1.4/2.0 – Unterstützt nicht die gleichen Bildwiederholungsraten bei hohen Auflösungen wie bei DisplayPort, zur normalen Übermittlung aber genauso gut. Unterstützt ebenfalls Video- und Audiomaterial.
  3. 3,5 mm Audioklinke –  erleichtert den schnellen Anschluss eines Headsets, Kopfhörer oder Lautsprecher direkt an den Monitor.

 

Darüber hinaus gibt es noch einige USB-Schnittstellen verschiedenster Sorten. Im Kommen sind beispielsweise Monitore mit USB-C Schnittstelle, da diese Verbindung einige Vorzüge mit sich bringt.
Die Funktionsunterstützung könnt ihr an der Version sehen. Neue Versionen von DisplayPort oder HDMI können höhere Auflösungen unterstützen, schaffen bessere Audioübertragungen und sind auch für schnellere Bildraten verantwortlich.